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Pressemitteilung

Name  der Ausstellung:  Lost Landscapes / Verlorene Landschaften

 

Austragungsort:  die Galerie von Ján Koniarek, Kopplova vila, Zelený kríček 3, Trnava

 

Kurator:  Roman Popelár

 

Die ausstellenden Künstler:  Waltraud Danzig (D), Hubert Huber (D), Anja Kutzki (D), Stefan Meisl (D),  Verena Schönhofer (D)

 

Vernissage:  07. 09. 2017 (Do) 18:00 Uhr

Ausstellungsdauer:  07. 09. 2017 (Do) – 22. 10. 2017 (So)

 

Verlorene Landschaften ist eine thematische Ausstellung, die vom Kurator aus den Werken von fünf deutschen bildenden Künstlern - den Protagonisten einer linearen, geometrischen und lyrischen Abstraktion  - zusammengestellt wurde.

 

Die Zusammenarbeit zwischen den Ausstellenden und dem Kurator besteht seit den Sommermonaten 2016 nach einem ersten Treffen in Passau. Die Kunstszene von Niederbayern vereint dutzende Künstler. In erster Linie ging es darum, die Zusammenarbeit zu erneuern, die ihren Anfang in den frühen neunziger Jahren zwischen den Pädagogen der Akademie der bildenden Künste in Bratislava und einem kleinen Kreis von Malern, damals geleitet von dem jungen konzeptuellen Künstler Hubert Hubert (*1956), nahm. Nachdem in vielen Portfolien recherchiert wurde, hat sich der Kurator für die fünf Räume der Koppel Villa für fünf Künstler entschieden, deren Arbeiten inhaltliche Verwandtschaften ausweisen, obwohl ihre schöpferischen Quellen unterschiedlichen Ursprungs sind.

Die bildende Künstlerin der früheren Generation Waltraud Danzig (*1945) widmet sich jahrelang vorwiegend klassischen graphischen Techniken. Ein kompakter Katalog, der in den Nullerjahren (nach 2000) entstanden ist, ähnelt in seiner Gestalt stark topographischen Karten, vom Flugzeug aus aufgenommenen Landschaftsausschnitten. Die Künstlerin bezeichnet diese als monochrome Linearfelder. Ihre „Landschaften“ vermitteln keine fiktive Szenerie, im Gegenteil: dem Betrachter bleibt es überlassen, sie als reales Objekt, als konkrete Landschaft wahrzunehmen. Hubert Huber ist seit drei Jahrzehnten eine der führenden Persönlichkeiten der hiesigen Kunstszene. Von den regionalen Kuratoren wird er als „Meister des Dreiecks“ bezeichnet. Sein Werk umfasst Bildhauerei, Graphik und ortsbezogene Installationen, in denen er oft in Form von Lichtkunst historische bzw. lokale Architektur mit einbezieht. Ein nachhaltig überzeugender bildender Künstler, der die Verwendung von Zeichen als Ausdrucksmittel nutzt. Durch variierten Einsatz von Zeichen und deren Integration in Landschaften kreiert er Bilder, die auf spielerische Weise stets aktuelle ökologische Botschaften behandelt. Die optische Illusion, die er in vielen seiner Werke zu vermitteln versucht, erweckt beim Betrachter das Gefühl einer unmittelbaren Eindringlichkeit.

 

Die drei Repräsentanten der mittleren Generation verkörpern eine differenzierte Auseinandersetzung mit dem Thema, jedoch ein nicht weniger universal geltendes:

 

Anja Kutzki (*1973)  tendiert in der Malerei zum Minimalismus, ihre Farbtöne werden meistens auf Nuancen von Schwarz (bzw. von Grau) und Weiß reduziert. Die in weißem Feld geführte rote Linie stellt die Grenze auf. Nicht nur die Grenze in einer Landschaft: sondern eine physische Grenze, die Grenze in der Mentalität eines Menschen, die Schmerzschwelle. Die ggfs. in früheren Katalogen aufgetretene Farbigkeit wird auf schmale geometrische Felder reduziert - auf ein Minimum. Wie ein Antlitz des Lebens in einer globalisierten Gesellschaft, ästhetisch wirkungsvolle Uniformität.

Die Acrylgemälde von Stefan Meisl (*1976) sind dagegen Landschaften von Geisteszuständen und stehen stark in Kontrast zu seinen geometrischen weißen Objekten, deren Statik durch die Bewegung von Magneten durchbrochen wird. Durch Platzierung an einem einzigen Punkt oder in homogener Reihung auf der Fläche verteilt, reagieren die „Drehflügel“ auf eine Initiierung jeweils anders, und werden so zu bewegten Objekten. Die Bewegung, die am Objekt passiert (nicht die Bewegung des Objektes an sich) ist hinsichtlich Zeit und Intensität zufallsbedingt. Es sind weiße Landschaften, in denen ein durch Technik reguliertes, jedoch unvorhersehbares Handeln stattfindet.

Verena  Schönhofer (*1980)  Verena Schönhofer präsentiert sich mit ihren subjektiven Landschaften aus der Serie „Neuland“ (2014-2016). Angeregt durch Formen und Strukturen aus der Natur, gibt sie ihrer Vorstellung von Landschaft Gestalt. Die Künstlerin, die interdisziplinär arbeitet, zeigt in der Ausstellung Malerei in Acryl, Tusche und Gouache auf Papier und Leinwand.

 

Die Verlorenen Landschaften vermitteln nicht nur einen tiefen Einblick in das Spektrum der Werke und der Art und Weise, wie die Themen von einigen Künstlern mit differenzierter, bzw. identischer Einstellung behandelt werden. Der poetische Name der Ausstellung gilt vor allem einem Appel zur Suche und zum (erneuten) Finden solcher Landschaften. Der Betrachter sucht nach ihnen, von den Künstlern werden sie jedoch uminterpretiert. Im Kontext laufender klimatischer Veränderungen und sozialer Bewegungen quer durch verschiedene Regionen scheint dieses klassische und in seinem Prinzip „ewige“ Thema eine neue Gestalt anzunehmen. 

 

Roman Popelár

 

Mehr Informationen über die Künstler sind zu finden unter:

 

www.huberthuber.de

www.waltraud-danzig.de

www.anja-kutzki.de

www.stefanmeisl.de

www.verena.schoenhofer.de

 

 

 

 

Jahresgaben – Künstler der Produzentengalerie Passau im MMK Passau - Wörlen

Pressemitteilung

Jahresgaben – Künstler der Produzentengalerie Passau

12. Dez. 2015 – 27. März 2016
Vor 25 Jahren, im Jahr 1990, wurden das Museum Moderner Kunst und die Produzentengalerie Passau gegründet. Zum Abschluss des gemeinsamen Jubiläumsjahrs präsentieren beide Institutionen im Skulpturenraum des MMK eine Übersicht über die Entwicklung der Produzentengalerie.
Besonders augenfällig lässt sich diese an den Jahresgaben, die die Produzentengalerie seit 1992 herausgibt, ablesen. In den jährlich aufgelegten Mappen präsentieren sich die aktuellen Mitglieder der Galerie jeweils mit neuen Arbeiten. Dabei sind über 20 Jahre zeitgenössischer Kunst in der Stadt auf hohem Niveau zu verfolgen.
Da Passau keine klassische Stadt des Kunsthandels war, erschien für eine engagierte Künstlergruppe vor 25 Jahren die Gründung der Produzentengalerie als unausweichlich. Es war ein Akt der Selbsthilfe, der den damaligen Akteuren die Möglichkeit gab, selbst für ihre Vermarktung zu sorgen. Die Mitglieder der Galerie taten dies von Beginn an eigenverantwortlich, auf eigenes Risiko und eigene Kosten. Mit der Galerie verschaffen sich die Künstler die benötigte Öffentlichkeit und ermöglichen einen künstlerischen Austausch, der weit über die Grenzen der Stadt hinaus wahrgenommen wird.
Es war nie Ziel, als Künstlergruppe eine bestimmte Stilrichtung zu vertreten. Stattdessen kennzeichnen Vielfalt und künstlerische Eigenständigkeit die Mitglieder der Produzentengalerie Passau. Seit Gründung der Galerie waren bisher 15 Künstler an der Initiative beteiligt, aktuell sind es acht.

Pressekontakt: MUSEUM MODERNER KUNST – WÖRLEN gemeinnützige GmbH Bräugasse 17, D-94032 Passau, T +49/851 38 38 79-14, s.hehmke@mmk.passau.de; www.mmk-passau.de

PRESSEINFORMATION
Gründungsmitglieder waren Hubert Huber (*1956), Wolfgang Kretzer (*1950), Theo Scherling (*1950, ausgetreten 2004), Cri Smolka (1934 – 2012, ausgetreten 2008), Helmut Walter (*1940, ausgetreten 1992) und Karin von Wangenheim (*1937, ausgetreten 1991).
Weitere Mitglieder waren Tonie Meilhamer (1949 – 2006), Gabriele Fiebig (Sankowski) (*1953, Mitglied 1992 – 1997), Janna Riabowa-Leitl (*1955, Mitglied 1995 – 2000).
Neben Hubert Huber und Wolfgang Kretzer sind derzeit an der Galerie beteiligt: Ernst Zahnweh (*1960, eingetreten 1995), Waltraud Danzig (*1945, eingetreten 1995), Anja Kutzki (*1973, eingetreten 2007), Stefan Meisl (*1976, eingetreten 2009), Otto Müller (*1958, eingetreten 2009), Verena Schönhofer (*1980, eingetreten 2009).

Die Ausstellung im Museum Moderner Kunst präsentiert von den 23 Jahresgaben eine Auswahl, die 13 Künstler der Produzentengalerie mit mehreren Werken aus verschiedenen Jahren vorstellt. Insgesamt werden rund 100 Graphiken in dem markanten quadratischen Format ausgestellt.



Passauer Produzenten in Budweis 2015

Passauer Produzenten in Budweis Die Künstler der Produzentengalerie Passau präsentieren derzeit ihre Werke im Rahmen der Ausstellung "Intersalon AJV" in der südböhmischen Stadt České Budějovice (Budweis). In den neu eröffneten Räumen der Galerie Mariánská zeigen die acht Mitglieder (Waltraud Danzig, Hubert Huber, Wolfgang Kretzer, Anja Kutzki, Stefan Meisl, Otto Müller, Verena Schönhofer, Ernst Zahnweh) Gemälde, Grafiken, digitale Drucke und Metallskulpturen. Organisiert wird die Ausstellung von der südböhmischen Künstlervereinigung AJV, die neben den deutschen Teilnehmern ein breites Spektrum zeitgenössischer tschechischer Kunst versammelt hat. Bei der sehr gut besuchten Vernissage bedankte sich Hubert Huber bei den Veranstaltern für die Einladung und lobte die engen freundschaftlichen Kontakte, die sich seit Jahren über die Landesgrenzen hinweg entwickelt haben.

16. 10. - 30. 11. 2015, Galerie Mariánská, Pražska třída 1, České Budějovice.

www.galerie-marianska.cz
www.ajv.cz
www.produzentengalerie-passau.de



24 KÜNSTLER. 8 TEAMS. 3 LÄNDER. 3 AUSSTELLUNGEN

24 KÜNSTLER. 8 TEAMS. 3 LÄNDER. 3 AUSSTELLUNGEN

Die PRODUZENTENGALERIE PASSAU lädt herzlich ein zum Besuch der ersten Ausstellung 3-LÄNDER-KUNST, eine Aktion im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Zeitgleich- Zeitzeichen“ des Berufsverbandes Bildender Künstler.


Eröffnung: 12.09.2014, um 19 Uhr
13.09. – 05.10.2014
Öffnungszeiten: Fr 15 - 19 Uhr, Sa 10 - 13 Uhr
ATELIER_GALERIE FREIRAUM
Innbruckstraße 15
4780 Schärding, Österreich
Tel.: +43 664 73599779



Eröffnung: 11.10.2014, um 17 Uhr
12.10. – 28.11.2014
Öff nungszeiten: Mi, Fr, Sa, von 14 - 17 Uhr
Městská Galerie Volary, hotelBobík
Náměstí 325
38451 Volary,Tschechien
Tel.: +420 398 990 909

In Zusammenarbeit mit AJV, IKG und Parzer Künstlergruppe

Mit freundlicher Unterstützung von:
Bezirk Niederbayern Kulturstiftung; 
Sparkasse Passau; 
Stadt Passau 
und zeitgleich 2014/zeitzeichen
Foto: 24 KÜNSTLER. 8 TEAMS. 3 LÄNDER. 3 AUSSTELLUNGEN.





DIE KÜNSTLER DER PRODUZENTEN-GALERIE PASSAU / PASOVŠTÍ VÝTVARNÍCI

DIE KÜNSTLER DER PRODUZENTEN-GALERIE PASSAU / PASOVŠTÍ VÝTVARNÍCI Ausstellung in der Rathausgalerie Budweis Laudatio am Montag, dem 07.04.2014, 17 Uhr Dr. Martin Ortmeier Dauer 8.4. bis 28.4.2014 während der Geschäftszeiten www.c-budejovice.cz

Sehr geehrter Herr Vorsitzender, Pavlík 
sehr geehrte Frau Kopalová,
sehr geehrte Frau Stemberkova,
lieber Hubert Huber, verehrte „Produzenten“,
meine sehr geehrte Damen und Herren,

es ist schön, nach Budweis wiederzukommen. Die Gastlichkeit, die Weltoffenheit dieser Stadt gefällt mir.
Mein erster offizieller Besuch hier in Budweis geschah vor sehr vielen Jahren, als das niederbayerische Freilichtmuseum Finsterau seine Ausstellung Bauernhäuser in Südböhmen / Jihočeská lidová architektura hier in der Statní vědecka Knihovna (Staatlichen wissenschaftlichen Bibliothek) zeigte. Das war im Jahr 1992. 
Und immer wieder, wenn ich nach Budweis komme, beeindrucken mich die Fortschritte, die Entfaltung von Kunst und Kultur in dieser Stadt. Die Aufgeschlossenheit für Neues, verbunden mit der Pflege der zahlreichen Geschichtsdenkmäler empfinde ich in dieser Stadt immer als sehr wertvoll.

Diese Fähigkeit, Neues und Junges in bewährte Strukturen zu integrieren, zeichnet auch die Passauer Künstlergruppe der Produzenten aus. Diese Gruppe gibt es seit 24 Jahren. Von den Gründern sind bis heute Wolfgang Kretzer und Hubert Huber, der unermüdliche Motor der Gruppe dabei.

Mit Otto Müller ist vor einigen Jahren ein erfahrener Landschaftsmaler neu zu den Produzenten gekommen. Die kräftigen Farben seiner Gemälde und die herben Strukturen seiner Zeichnungen sind die ästhetische Essenz seiner niederbayerischen Heimat.

Verena Schönhofer, Stefan Meisl und Anja Kutzki sind die jungen Produzenten. Ihr Kunststudium haben sie bei Prof. Oswald Miedl an der Universität Passau absolviert. Verena Schönhofer ist – um es in einer Metapher zu sagen – Naturforscherin mit Pinsel und Stift. 
Stefan Meisl ist Kunstpädagoge, jedes einzelne seiner Werke ist Aufforderung: mach etwas mit der Farbe, mach etwas mit deinen Händen, gib dieser weißen Fläche, die du vor Augen hast, etwas von dir und von der Welt, die dich umgibt.
Alles, was Anja Kutzki macht, ist konkret, eindeutig, klar und elegant. Aber es ist nie kalt, es ist immer ein Augenzwinkern da, es ist immer auch ein bisschen Spiel.

Zu den Jungen möchte ich eigentlich auch Ernst Zahnweh zählen: Er verweigert sich jeder Verfeinerung. Er hebt das Derbe, das Harte, das Schwere, das Kantige auf den Sockel. Er ist der Meister der „Art Brut“, der wilden Kunst im Kreis der Passauer Produzenten.

Bei den Produzenten ist es fast wie bei einer Schulklasse: Es gibt die Freche, es gibt die stille Strenge, es gibt das Organisationstalent, es gibt den Derben und den Heiteren – und es gibt den Intellektuellen. Der Intellektuelle bei den Produzenten ist – glaube ich – vor allem Wolfgang Kretzer. Man muss nicht alles analysieren und erkennen, was aus den Feldern der Geistes- und der Musikgeschichte in seine Werke eingeflossen ist. Denn bei allem Räsonnement ist hier zugleich eine ganz reiche malerische Begabung wirksam.

Waltraud Danzig hat in der Lithographie die Technik gefunden, die ihrem Wesen gemäß ist. Der harte Stein gibt dem strengen Weiß des Papiers einen Hauch von Farbe. Diese Technik erlaubt keine Palimpseste, kein Herantasten, keine Spontaneität. Auch das Spontane, das wir in den verschränkten und verwobenen Kalligraphien auf Danzigs Blättern sehen, ist beherrschte Komposition auf dem lithographischen Stein – und es ist geduldiges Handwerk der Druckerin.

Was soll ich zu Hubert Huber sagen? Er bewegt und fördert die bildende Kunst in Passau und in ganz Niederbayern seit Jahrzehnten. Er knüpft und pflegt Kontakte nach Böhmen, nach Österreich und Norditalien, nach Spanien und Japan, nach Sachsen und Oberbayern. Als Künstler hat er sich vom Holzbildhauer zum Medien- und Konzeptkünstler entwickelt. Das gleichseitige Dreieck ist sein Markenzeichen: eine Form mit Ecken, wo keine Seite dominiert, die nach allen Seiten weist, die aber in sich ruht.
Als Mediator bringt Hubert Huber Kunst und Welt zusammen, als Künstler lenkt er mit Farbe, Licht und Form die Aufmerksamkeit auf Verborgenes, Unbemerktes, Innerliches.

Die Passauer Produzenten sind seit 24 Jahren kulturelle Botschafter der Stadt Passau. Sie sind jederzeit bereit, den Aufwand auf sich zu nehmen, ihre Werke in allen Kulturstädten Europas zu zeigen.
Das ist den Produzenten von Beginn an wichtig: der Austausch, das Gemeinsame, das Offene, das Gastliche.
Zu ihrem Programm gehört auch, Künstlerinnen und Künstler aus ganz Europa als Gäste in ihrer Galerie in der Altstadt Passaus zu zeigen.

Die nächste grenzübergreifende Aktion ist in Vorbereitung: Unter dem Titel „zeitgleich“ werden die Produzenten gemeinsam mit österreichischen und tschechischen Künstlern in Passau und in Wallern ausstellen. Die Teilnehmer sind gleichsam das „who is who“ der südböhmischen, oberösterreichischen und niederbayerischen Kunstszene. Ich will nur ein paar Namen nennen: Wolfgang Stifter, Josef Linschinger, Robert Hübner und Walter Holzinger aus Osterreich – Jan Hendrých, Vít Pavlík, Igor Müller, Václav Fiala, Dagmar Brichcínová und Dagmar Šbrtová aus Tschechien.

Die Produzenten sind selbständige Unternehmer in Sachen Kunst, sie produzieren und sie vermarkten ihre Produkte. Sie sind ihre eigenen Galeristen. Dieser „Spagat“ gelingt ihnen, weil sie es in Gemeinschaft tun: Die Produzenten sind ein komplexes Unternehmen, und sie sind insofern ein Unternehmen der New Economy, als sie informell organisiert sind, nicht hierarchisch. Das heißt aber nicht, dass alle dasselbe tun. Jedes Mitglied hat seine eigene Form gefunden. 

Ich bin stolz, dass ich die Künstlerinnen und Künstler der Passauer Produzenten seit ihren ersten gemeinsamen Jahren begleiten darf. Wir waren in Salzburg, in Krems und in vielen anderen Städten. Die Ausstellung hier in Passaus Partnerstadt Budweis ist sicher ein Höhepunkt. 

Meine sehr geehrte Damen und Herren,
es ist mir ein Vergnügen und eine Ehre, dass ich gemeinsam mit Ihnen an diesem Abend teilnehmen darf.



PASSAUER PRODUZENTEN Künstler der Produzentengalerie Passau ein Austauschprojekt der VBK in ver.di Bayern

PASSAUER PRODUZENTEN
Künstler der Produzentengalerie Passau
ein Austauschprojekt der VBK in ver.di Bayern

im Kunstpavillon im Alten Botanischen Garten (Nähe Stachus, Sophienstraße 7a, 80333 München)

Eröffnung: Donnerstag, 3. April 2014, 19 Uhr
Ausstellungsdauer: 4. – 20. April 2014
Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag 13 – 19 Uhr, Sonn- und Feiertag 11 – 17 Uhr

Der Brückenschlag zwischen Kunstschaffenden und Publikum war die Intention, die 1990 sechs Künstler die Passauer Produzentengalerie aus der Taufe heben ließ. Die Galerie ist heute ein etabliertes Forum, eine wichtige Institution des Passauer Kulturbetriebs. Ein lebendiges Programm bedeutet Austausch und Veränderung, und so gehörten von Anfang an, neben der Präsentation eigener Werke, Ausstellungen internationaler Gäste zum Konzept der Galerie. In diesem Zusammenhang ist auch diese Ausstellung im Kunstpavillon zu sehen, in der sich die Produzentengalerie Passau auf Einladung der Vereinigung Bildender Künstlerinnen und Künstler (VBK) in ver.di Bayern in München präsentieren kann.
Die Lithographie-Serie von Waltraud Danzig zeigt Strukturen, die aus der unmittelbaren gestischen Umsetzung innerer Impulse und Abläufe in einem rhythmischen Bewegungsprozess entstanden sind und teilweise durch Überlagerungen verdichtet wurden.
Hubert Huber zeigt Drucke auf Acrylglas mit dem Titel „…alps…“. „wenn ich bei Föhn von Passau kommend nach Fürstenzell fahre sehe ich die Alpen wie wenn sie vor meiner Haustür wären (sind aber ca. 150 km entfernt) - jedesmal frage ich mich wie die Gipfel wohl heißen – mit Hilfe eines Apps (peakfinder) habe ich die Gipfel recherchiert“
Wolfgang Kretzer präsentiert ein vertikales Diptychon mit über vier Meter Höhe. Zum anderen hat er Leuchtkästen mit ebenfalls tachistisch bearbeiteten technischen Zeichnungen gestaltet, die mit farbigen Transparentpapieren hinterlegt sind und mit Licht eine weitere gestalterische Ebene schaffen.
Anja Kutzkis Bildsprache ist dem Bereich der konkreten Kunst zuzuordnen. Einzelne, über die Jahre entwickelte Chiffren werden immer wieder neu und spannungsvoll miteinander verknüpft. Dabei steht die Farbe Weiss zumeist im Vordergrund. In den aktuellen Arbeiten wird das Verhältnis von Form und Farbe mit Hilfe der Collagetechnik ausgelotet.
Stefan Meisl ist mit zwei großformatigen Gemälden und einem kinetischen Objekt vertreten.
Zeichnen bzw. Malen bedeutet für Otto Müller, das Einzelne in eine Ordnung fügen, die der Gesetzmäßigkeit des Ganzen entspricht. Dabei ordnet er die Dinge nach ihrer inneren Notwendigkeit: Was braucht das Bild, die Zeichnung, um den Gestaltungsprozess weiterzuentwickeln bzw. auf den Punkt zu bringen?
Verena Schönhofers Aufmerksamkeit gilt den verschiedensten Oberflächen und Strukturen aus der Natur – hier entnimmt sie kleinste Fragmente, verwebt und kombiniert sie neu, bis daraus kosmische Landschaften (Serie „Neuland“) entstehen. (Malerei, Mischtechnik auf Papier)
Ernst Zahnweh zeigt in München eine 17-teilige Rauminstallation aus der Serie „a bunch of lonesome heroes“ – eine ruhige, fast schon meditative Arbeit, mit Gestalten, Figuren, Körper assoziierenden Holzelementen, die sich in einem abstrahierten, metaphorischen Raum bewegen.



Hochwasser 2013

Auch unsere Galerie wurde durch das Jahrhundert Hochwasser im Juni in Mitleidenschaft gezogen. 

Wir bedanken uns bei allen Helfern und Unterstützern der Produzentengalerie und freuen uns ganz besonders über unsere neuen Freunde, die „Schlammschipper“.

Die Produzenten beteiligten sich an der Ausstellung „Kunst schwimmt“ in Heidelberg und sind in Aldersbach mit Kunstwerken vertreten.


2013 "görlitz meets passau" und "passau meets görlitz" und "passau meets sobeslav"

Unter dem Titel görlitz meets passau und passau meets görlitz initiierten Daniel Breutmann, Hubert Huber und Verena Schönhofer den ersten Künstleraustausch zwischen den beiden Europastädten. Im Mai 2013 haben die Künstler der Produzentengalerie Passau in der Europastadt Görlitz-Zgorzelec ausgestellt. Von 03.08. - 25.08.2013 sind nun Künstler aus der Europastadt Görlitz-Zgorzelc zu Gast in Passau: Claus Böhm (D), Anja Carstensen (D), Paul Glaser (D), Ryszard Kajzer (PL), Kai W. Reinschmidt (D), Sascha Röhricht (D) In Görlitz-Zgorzelec treffen Welten aufeinander und treten in einen geistigen, kulturellen und künstlerischen Dialog, nicht abstrakt, sondern im praktischen Leben und Alltag der Menschen. Görlitz ist eine Stadt mit einer reichen kulturellen Tradition, ein dreidimensionales Geschichtsbuch im Range eines Weltkulturerbes. Die Schwesterstadt am anderen Ufer der Neiße, Zgorzelec, präsentiert sich als eine junge polnische Stadt mit einem modernen kulturellen Profil. Die Europastadt Görlitz-Zgorzelec präsentiert sich als work in progress, offen, bilingual, transnationales Laboratorium der europäischen Integration, als eine Stadt, deren Bürger nach einer neuen, gemeinsamen Identität streben, wo alltägliches und kulturelles Geschehen beispielhaft und ganz selbstverständlich miteinander verschmelzen - damit neue Horizonte und Perspektiven entstehen.

Die Produzentenausstellung „görlitz meets passau“ wanderte auf Vermittlung von Vit Pavlik von Görlitz nach Sobeslav (CZ).


feuer. werk. stadt

feuer.werk.stadt

Ausstellung der Produzentengalerie Passau
Waltraud Danzig • Hubert Huber • Wolfgang Kretzer • Anja Kutzki Stefan Meisl • Otto Müller • Verena Schönhofer • Ernst Zahnweh

Im Januar 2013 ist die Produzentengalerie Passau zu Gast in der art bv berchtoldvilla Salzburg. Im Foyer und Hauptraum des ersten Obergeschosses präsentieren die acht Künstler ihre Auseinandersetzung mit der thematischen Vorgabe "Gotik, Stadtbrand, Barock" - Anlass dazu gaben die Feierlichkeiten zu 350 Jahre Barockstadt Passau.

Das Video zum Thema Vergänglichkeit (Huber/Meisl/Schönhofer) dokumentiert eine gemeinsame Kunstaktion bei der Passauer Kunstnacht 2012. Mit dem Verbrennen von Holzskulpturen demonstrierten die Künstler, dass erst der verheerende Stadtbrand von 1662 dem Barock in dieser Dimension den Weg bereitet hat. Die Überreste dieser rätselhaften Skulpturen stehen mahnend im Raum.

Die weiteren Räume des 1. OG werden von je zwei Künstlern bespielt. Waltraud Danzig zeigt in ihrer Lithographie-Serie Strukturfelder, die in rhythmischen Bewegungsabläufen aus einzelnen kalligraphischen Elementen aufgebaut sind. Anja Kutzki präsentiert Variationen ihrer „Linienflächen“ auf Leinwand.

Hubert Huber zeigt Monotypien, die 2012 im Kulturmodell Bräugasse in Passau entstanden sind und mit dem im Raum vorhandenen Dreieck korrespondieren. Stefan Meisl ist mit Acrylgemälden in kleinen und mittleren Formaten vertreten.

Wolfgang Kretzer hat Leuchtkästen mit tachistisch bearbeiteten technischen Zeichnungen gestaltet, die mit farbigen Transparentpapieren hinterlegt sind. Dazu zeigt Ernst Zahnweh archaische Brandfiguren aus textilem Gewebe in anmutiger und dennoch auch erschreckender Ästhetik.

Verena Schönhofer lässt fragmentarische Eindrücke der Dingwelt in Mischtechnik auf Papier zu neuen Formationen erwachsen. In den Ölbildern und Kohlezeichnungen auf Bütten von Otto Müller werden Farben, Flächen und Formen zueinander in Beziehung gesetzt.

Mit dieser Ausstellung und der vorangegangenen Gast-Ausstellung von Peter und Regina Rieder im Kulturmodell Bräugasse Passau beginnt ein Austausch zwischen den Künstlern der Städte Passau und Salzburg. Künstler des art bv Salzburg sind das nächste Mal von 20.09. bis 11.10.2013 in Passau zu Gast. Das Projekt wird vom Berufsverband Bildender Künstler Niederbayern und dem art bv Salzburg organisiert. Kontakt zu den teilnehmenden Künstlern: 

Produzentengalerie Passau, Ecke Bräugasse / Jesuitengasse 9, 94032 Passau info@produzentengalerie-passau.de | www.produzentengalerie-passau.de art bv berchtoldvilla, Josef-Preis-Allee 12, 5020 Salzburg | Tel: +43 662 84 65 42 office@artbv-salzburg.at | www.artbv-salzburg.at


Produzentengalerie Passau zu Gast bei CommuniGate in Frankfurt an der Oder

Öffnungszeiten während der Geschäftszeiten, Dauer der Ausstellung bis 30.6.3012 Weitere Infos: PDF-Dokument, 1.5 MB


Produzentengalerie - Rückblick

2010
Produzenten - Donau-Alpe-Adria
Alpe Donau Adria - Sympoisum Schio (I)
Die Projekte und Ausstellungen im Rahmen von -20 Jahre Produzentengalerie Passau- werden vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst - Kulturfonds unterstützt. Weitere Infos: PDF-Dokument, 1.8 MB 

2009
Salve Prachatice
Produzentengalerie Passau in der Stadtgalerie Prachatice/Tschechien

2008
Produzentengalerie Passau in Berlin "Art Swap Europe"
Plattform für den europäischen Austausch von artist-run initiatives www.artswap-europe.eu 

2007
Kunst und Wirtschaft bei InTiCa Systems in Passau

2006
Produzentengalerie Passau in der Landkreisgalerie auf Schloss Neuburg Weitere Infos(PDF-Dokument 4.3 MB)

2004
Ausstellung im WEINstadtmuseum Krems anlässlich der Städtepartnerschaft Passau/Krems

2003
"1 + 1" Produzenten & Co. im Atrium in Bad Birnbach

2002
Produzenten in der Kulturwerkstatt Haus 10 Fürstenfeldbruck

2001
Ausstellung in der St. Anna Kapelle, Kunstverein Passau
Ausstellung im KunstKreis, Landshut 
"1 + 1", Galerie NORD – SAM, Salzburg/Österreich

2000
Ausstellung in der GGP Passau
Die Produzentengalerie geht online www.produzentengalerie-passau.de
Kunstaktion in der 1. Passauer Kunstnacht, die seither regelmäßig stattfindet
1999
Ausstellung "bunt-geflammt" bei der Künstlergilde in der Kammerhofgalerie der Stadt Gmunden, Österreich

1998
Ausstellung anlässlich der "Jazztage in Burghausen" im Liebenweinturm auf der Burg in Burghausen
Ausstellung im Festival-Zelt "Jazz an der Donau" in Vilshofen. Ende des Jahres 
Ausstellung "Wank" in Garmisch beim Künstlerbund Garmisch-Partenkirchen

1997
Passauer Galerien zeigen Arbeiten von Künstlerinnen und Künstler im WEINSTADTmuseum Krems

1996
Austauschprogramm mit den Künstlerinnen der ARTE Galerie N München 
Ausstellung in Pontevedra, Spanien
Ausstellung im Kapuzinerstadl, Deggendorf

1995
Austausch mit dem BBK Heidelberg

1994
Ausstellung im Weytterturm, Straubing

"Wieviel Erde braucht der Mensch" Produzenten in Wiesenfelden beim Bund Naturschutz

1993
Austausch mit der GadeWe (Galerie des Westens), Bremen

1992
"Nord sued" Kunst im und zum Kastenhof Landau/Isar
Gründung des Förderverein´s Produzentengalerie Passau e. V.
Umzug von der Höllgasse in die Jesuitengasse

1991
"Nord sued" Kunst im und zum Kastenhof Landau/Isar
Fernsehbeitrag des BR "capriccio"
Austausch mit der Galerie des Westens Bremen GaDeWe
Beteiligung bei der Kunstmesse „art“ Nürnberg